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34. Harz-Gebirgslauf 2011 am 8.10.2011

Ein Bericht von Annette Kokoschko

 

Ich hatte schon viel gehört und gelesen vom Harzgebirgslauf, der auch unter dem Namen Brocken-Marathon bekannt ist. So las ich beispielsweise, dass dieser Lauf als härtester Crosslauf im Norden Deutschlands eingeschätzt wird.

Am Rennsteig bin ich nun schon wiederholt den Halbmarathon gelaufen und war somit neugierig auf den Lauf im Harz. Meine Trainingskollegin Gabi schwärmte beim gemeinsamen Lauftraining von der tollen Organisation und der herrlichen Landschaft.  Also meldete ich mich im August für den Halbmarathon an.

Schon die Ankunft in Wernigerode war für mich und meinen Mann ein Erlebnis. Im Alter von 13 Jahren war ich das letzte Mal in Wernigerode und hatte wenig Erinnerungen an diese Stadt. Ich kam aus dem Stauen nicht mehr heraus.

 

 

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Wernigerode wird nicht umsonst die Bunte Stadt im Harz genannt.  Im Rathaus wurden die Startunterlagen ausgeteilt und es gab eine kleine Marathonmesse. Vor dem Rathaus herrschte sportliche Vorfreude auf den bevorstehenden Lauf- und Wandertag.

 

Das Event begann am Samstag bereits kurz nach 8 Uhr mit dem Start der Wanderer. Andreas und Sylvia  machten sich auf die 25 km-Strecke.  Unsere Brockengipfelbezwinger Gabi und Armin starteten um 9 Uhr.  Achim hatte sich die 11 km-Distanz vorgenommen und startete als Nächster. Udo war schon mehrfach den Halbmarathon gelaufen und beschrieb mir während der verbleibenden Wartezeit vor dem Start die wesentlichsten Teilabschnitte der Strecke. Ich war sehr aufgeregt und war unsicher, ob ich mich für die richtige Laufkleidung entschieden hatte, schob aber meine Zweifel sofort weg.DSC00583

 

Dann ging es zum Start….und es begann zu regnen. „Na super“…dachte ich und zog mir meine Handschuhe an und versuchte mich im Pavillon der Brockenkinder mit unterzustellen. Aber es war nur ein kurzer Schauer und ich dachte an Gabi und Armin, die beide ganz sicher noch durch Schnee laufen würden. Denn am Start stand ein Schild mit dem aktuellen Wetterbericht, dass auf dem Brockengipfel 9 cm Neuschnee und Schneetreiben und gefühlte -17 Grad Celsius herrschen.

 

Als der Startschuss fiel,  wurde für die startenden Läufer ins Horn geblasen. Das hat mich dann doch sehr amüsiert. Die ersten 6 km waren schnell vorbei, ein moderates Auf und Ab, was mich an den Baaseelauf erinnerte. Doch ich wusste ja von Udo, dass es noch anders kommt und vor allem steil bergauf geht. Ich hatte mir vorgenommen solange zu laufen, wie es geht, und dann zu gehen, bis es wieder läuft. Bis Ilsenburg lief ich locker und entspannt und hatte ein gutes Gefühl. In Ilsenburg an der Verpflegungsstelle schnappte ich mir gleich zwei Schmalzstullen und warmen Tee und freute mich über die gute Laune der Helfer an der Strecke.

 

Kurz danach ging es rapide bergauf. Ich versuchte zwar noch anfänglich den Anstieg laufend zu schaffen, musste aber bald kapitulieren und walkte weiter und befand mich in guter Gesellschaft. Die Ausblicke waren beachtlich und so nutzte ich auch kurze Phasen des Verschnaufens für den einen oder anderen Schnappschuss.  Soviel Zeit muss einfach sein und schließlich wollte ich „Mein erstes Mal“  im Harz auch ein wenig genießen.

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Als die Bergab Passage begann, fühlte ich mich wie im freien Fall und genoss es richtig. Als dann 2 km vor dem Ziel noch Armin an mir vorbeischoss, die Arme hochriss und „Viva Borussia“ rief, da freute ich mich riesig.Dann kam die Wiese kurz vor dem Ziel und ich erinnerte mich an Gabi’s  Bericht vom letzten Jahr, als sie schrieb, dass es dort sehr rutschig war. Bergab und nass vom Regen – eine ganz schlechte Kombination. Ich wollte auf keinen Fall so kurz vor dem Ziel noch stürzen  und lief eher wie auf rohen Eiern. Umso mehr freute ich mich dann, als Udo mir beim Zieleinlauf  zurief: „Toll bist Du  gelaufen….“.

 

W:\Fotos und Videos\Harzgebirgslauf 2011\HG11LA046118[1].jpg An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Udo für die detaillierte Streckenbeschreibung und das Lob im Ziel. Und ein Dankeschön auch an Armin. Sein Schlachtruf „Viva Borussia“  hat bei mir nochmal die letzten Kräfte für den Endspurt mobilisiert.

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Und hier sind alle Teilnehmer unserer Laufgruppe vereint. Folgende Ergebnisse wurden erzielt:

 

 Armin Erhardt      (Marathon)         03:55:07 h            

 

 Gabi Lipfert     (Marathon)         05:32:00 h            

 

 Udo Bauermeister (Halbmarathon      02:11:43 h

 

 Annette Kokoschko (Halbmarathon)    02:44:22 h

 

 Hans-Joachim Schemel   (11   km )    01:03:06 h

 

Andreas und Sylvia bewältigten ihre 25 km-Wanderung in 06:11:46 h. Toll !